Regionalmanagement Thüringer Bogen:
[ot ku’thüʁ] ist ein Modelabel, das im Wesentlichen regional agiert. Auf Einladung des Thüringer Bogens ließen Denise und Marcus Rönnert, das Geschwisterpaar, und Jacob Stülzebach, der Freund, die Thüringer Grenzen hinter sich und präsentierten ihre nachhaltig gefertigte Kleidung auf der Grünen Woche in Berlin.
„So früh schon ein Highlight im Jahr, das war neu für uns“, sagt Marcus. Und, was noch viel wichtiger ist, ein sehr erfolgreiches. Gleich zwei neue Vertriebspartner hat das Unternehmen mit Sitz in Haina gewonnen – in Neuhaus am Rennweg und in Bad Tabarz. „Auf jeden Fall schätzen wir uns glücklich, dass wir uns auf einer Messe für Agrar- und Ernährungswirtschaft präsentieren durften.“ Abwegig freilich ist das nicht: Denn die Materialien, aus den die Stoffe für [ot ku’thür] gefertigt werden, sind landwirtschaftliche und forstliche Produkte. Die T-Shirts entstehen aus Holzfasern, die Strickmützen aus Merinowolle, die Wandersocken aus Naturfasern, gemischt mit Kunststofffasern, was in der Kombination Wundreiben und Blasenbildung verhindert.
Auf der Messe im Januar konnten die Besucher sich auch von der neuesten Entwicklung bei den Modemachern überzeugen: Aus Hanf gefertigte Kleidung. „Leider hatten wir nur Prototypen dabei, ein T-Shirt aus 100 Prozent im Freistaat gewonnenen Hanf. Wir haben dann gemerkt, dass die Besucher nach der Qualität und dem Aussehen geschaut haben, die Frage nach der Nachhaltigkeit des Rohstoffs war weniger von Interesse.“ Überzeugt haben die T-Shirts aus der Holzfaser, die fassen sich gut an und sehen gut aus. Diese Erfahrung war wichtig für das Team.
Im nächsten Jahr wird [ot ku’thüʁ] am Stand des Thüringer Bogen in Berlin nicht dabei sein. „Nicht, weil wir in irgendeiner Form unzufrieden waren, im Gegenteil. Wir haben es als Privileg angesehen dabei sein zu dürfen.“ Allerdings sein die Vorbereitung auf die Grüne Woche sehr zeitaufwändig gewesen. „Wir haben uns viel Gedanken darüber gemacht, wie wir uns präsentieren können.“ Sollte sich die Möglichkeit ergeben, dass nachhaltige Kleidung aus Haina bei der nächsten Grünen Woche an einem Gemeinschaftsstand angeboten werden kann, ist das Trio, das seine Firma im Nebenerwerb betreibt, gern wieder dabei.
Rückblickend freuen sich die Thüringer über die vielen Bekanntschaften, die sie an ihrem Messestand machen duften. Matthias Schade aus Gotha, der mit seiner Firma Schadinis ebenfalls vom Thüringer Bogen Gelegenheit bekam, seine Kloßerzeugnisse vorzustellen, freundete sich schnell mit den Modemachern an. Nicht nur, dass beide gemeinsam viel Spaß an den Messetagen hatten, sondern sie fanden auch einen Weg für eine gemeinsame Kooperation. „Wir haben T-Shirts mit dem Thüringer Kloß darauf, da liegt doch ein gemeinsames Geschenkset auf der Hand. Das kann vom Thüringer Wald-Shop vertrieben werden“, freut sich Rönnert.
Foto: v.l.n.r. Marcus Rönnert, Denise Rönnert und Jacob Stülzebach bei der Grünen Woche in Berlin | © Anke Roeder-Eckert/Landratsamt Ilm-Kreis