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Talente entdecken

Früh übt sich

Berufsorientierung und Fachkräftesicherung beginnen im Thüringer Bogen schon ab Kindesbeinen. Zahlreiche Initiativen, Unternehmen, Vereine, Institutionen sowie Schulen und Hochschulen bieten dafür interessante Angebote an, die den Kindern spielerisch und auf spannende Weise Phänomene und Zusammenhänge vermitteln, bei denen sie Kompetenzen für den späteren beruflichen Weg entwickeln können. Im Fokus steht dabei, die Begeisterung der Kinder z. B. für naturwissenschaftliche und technische Phänomene zu wecken. So können die Fachkäfte von morgen und übermorgen in vielfältigen Angeboten – ob in Kita, Schule oder auch außerschulisch – ihre Stärken und Talente kennen lernen und ausbauen, sich ausprobieren, experimentieren, entdecken und vieles mehr.

Dabei können die Kinder bereits an die zukunftsfähigen Berufsfelder unserer Region herangeführt werden, in denen auch in Zukunft gut ausgebildete Fachkräfte und Wissenschaftler benötigt werden. Hier geht es nicht nur um Exzellenzförderung, sondern um Angebote für Jedermann direkt „vor der Haustür“.

Haus der kleinen Forscher

Ab dem Kindergartenalter bis in die Grundschule können Kinder in Kitas, Horten oder Grundschulen, die als “Haus der kleinen Forscher” zertifiziert sind, entdeckend und forschend lernen. Auch im Thüringer Bogen gibt es bereits aktive Einrichtungen, die mit spannenden Experimenten und Forschungsprojekten den Forschergeist bei den Kindern wecken. Im Landkreis Gotha sind bereits 59 % der Einrichtungen aktiv bei den kleinen Forschern dabei, im Ilm-Kreis sind es 52 %.

Die Initaitive “Thüringen – Land der kleinen Forscher” der STIFT Thüringen agiert hierbei als Netzwerkpartner der Stiftung Haus der kleinen Forscher und bietet unter anderem pädagogischen Fach- und Lehrkräften in Thüringer Kitas, Horten und Grundschulen ein praxisnahes Fortbildungsangebot in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT).

Schülerforschungszentren

Schülerforschungs-zentren

Schülerforschungszentrum Ilmenau | Foto: TU IlmenauIn Zusammenarbeit von Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT), dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport sowie regionalen Partnern gibt es inzwischen drei Schülerforschungszentren im Thüringer Bogen: an der TU Ilmenau, im Bionikzentrum in Waltershausen und an der Stadtbibliothek “Heinrich Heine” in Gotha.

In den Schülerforschungszentren dreht sich alles um naturwissenschaftliche und/oder technische Fragestellungen, die die Kinder und Jugendlichen „selbst mitbringen“ oder auch durch Anregungen der Betreuer erhalten. Schülerforschungszentren bieten nicht nur Raum für die Freude am Entdecken und Forschen, sondern auch fachkundige und methodische Begleitung beim Tüfteln und Experimentieren. Unter dem Motto “Spitze braucht Breite” wird hier das Interesse an Naturwissenschaften und Technik geweckt und gefördert: So erhalten die Schüler z. B. Unterstützung bei der Umsetzung von Projektarbeiten im Zusammenhang mit einschlägigen Wettbewerben (wie Jugend forscht, Schüler experimentieren, Physikolympiaden) sowie bei der Erarbeitung schulischer Projekt- und Seminarfacharbeiten im MINT-Bereich.

Kinder- und Jugenduni

Jedes Jahr im November bietet die TU Ilmenau wissenshungrigen Kindern und Jugendlichen im Alter von 9 bis 16 Jahren im Rahmen der Kinder- und Jugenduni in spannenden Vorlesungen Antworten auf Fragen aus ihrer Lebenswelt. Professoren erläutern Phänomene des Alltags oder ihre aktuellen Forschungsthemen – natürlich „kindgerecht“ von Klassenstufe 3/4 bis Klasse 9. Die Kinder und Jugendlichen können so entdecken, was sie interessiert und sich vielleicht schon fürs spätere Berufsleben Anregungen holen.

Auch in Waltershausen wird jährlich eine Kinderuni-Vorlesung, initiiert von Prof. Christian Döbel, zu naturwissenschaftlichen Themen veranstaltet.

#gernelernen mit MDR Wissen

Warum ist die Welt bunt? Dieser und ähnlichen Fragen rund um das Thema Farben geht Prof. Dr. Peter Scharff, Wissenschaftler am Institut für Chemie der TU Ilmenau, in einem MDR-Beitrag nach.

Wie man Schwingungen und Klänge wahrnimmt und verändern kann, erklärt Prof. Dr. Ralf Sommer, Wissenschaftler an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Ilmenau.

 

Jugend forscht

Jährlich findet mit „Jugend forscht“ bundesweit der MINT-Nachwuchswettbewerb statt. Schüler aus den Landkreisen Gotha und Ilm-Kreis können beim Regionalwettbewerb Westthüringen starten: ab der 4. Klasse bis 14 Jahre in der Rubrik „Schüler experimentieren“ sowie im Alter von 15 bis 21 Jahren in der Rubrik „Jugend forscht“. Auch Azubis steht der Wettbewerb offen. Der Regionalwettbewerb für die Region Westthüringen wird jedes Jahr Ende Februar an der TU Ilmenau ausgerichtet. Ein Sieg beim Regionalwettbewerb qualifiziert für den Landeswettbewerb Thüringen. Die Landessieger „Jugend forscht“ vertreten Thüringen dann beim Bundeswettbewerb im Mai. Die Stiftung Jugend forscht e. V. betrachtet die Ausbildung und Förderung junger Menschen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) als eine entscheidende Aufgabe zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft und will mit den Wettbewerben Talente födern.

Bionikzentrum Waltershausen

Lotusblume, Fischflosse, Flügelformen – Beispiele aus der Natur, die zu Erfindungen führten, die uns heute den Alltag erleichtern, sind die Themen im Bionikzentrum in Walterhausen. Schüler ab Klassenstufe 4 können in speziellen Versuchen beispielsweise auf den Spuren von „Leonardo da Vinci“ oder „Lilienthal und Co.“ forschen und experimentieren. Die Projekttage werden als ergänzendes Angebot für die Schulfächer „Mensch-Natur-Technik“ oder „Naturwissenschaften und Technik“ von zahlreichen Schulen sehr gut angenommen. Darüber hinaus nutzen die Schulen die verschiedenen fächerübergreifenden und interdisziplinären Experimente zur praxisnahen Berufsorientierung.

Du willst wissen, was Bionik mobil ist? Dann schaue Dir den Film dazu an.

Solar-Dorf Kettmannshausen

Der Solar-Dorf Kettmannshausen e. V. ist seit langem thüringenweit in Schulen mit seinen naturwissenschaftlich-technischen Bildungsprojekten unterwegs. Kinder und Jugendliche ab Klassenstufe 3 bis hin zur Berufsorientierung erfahren in Projekttagen Funktionsweise und Lösungsansätze zur CO2-freien Energieerzeugung und -nutzung sowie zur 3D-Konstruktion von Objekten und ihrem 3D-Druck. Die Projekttage sind eine Kombination von (digitalen) Modellmontagen und Experimenten, bei denen die Schüler frühzeitig den Umgang mit Techniken der Digitalisierung und deren Anwendung erlernen.

Jugend-Unternehmenswerkstätten

Jugend-Unternehmens-werkstätten

In den Jugend-Unternehmenswerkstätten wird das Technikinteresse von Kindern und Jugendlichen gefördert. Sie können hier an Projekten ihre Kenntnisse vertiefen, eigenständig technische Lösungen erarbeiten, den Umgang mit Maschinen und Arbeitstechniken lernen und gleichzeitig Einblick in das Unternehmen bekommen – immer an der Seite von entsprechend qualifizierten Ausbildern. Durch die Anbindung der JUW an ein regionales Unternehmen kann frühzeitig das Interesse an einer zukünftigen beruflichen Tätigkeit im Unternehmen geweckt werden.

Aktuell sind 3 Jugend-Unternehmenswerkstätten im Thüringer Bogen aktiv:
• im Unternehmen IL Metronic Sensortechnik GmbH in Ilmenau
• bei der Elektronische Mess- und Gerätetechnik Thüringen (ELMUG) eG und Kompass GmbH in Ilmenau
• im Unternehmen Gelenkwellenwerk Stadtilm GmbH (GEWES) in Stadtilm

Die Jugend-Unternehmenswerkstätten sind ein Gemeinschaftsprojekt der IHK Südthüringen und des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft. Das Konzept wird zukünftig mit Unterstützung der STIFT Thüringen thüringenweit ausgeweitet, wodurch weitere Werkstätten, z. B. im Technologie- und Gründerzentrum Ilmenau und auch im Landkreis Gotha folgen sollen.

Mit unserem Regionalbudget werden Kurse für Schüler und Schülerinnen im Solar-Dorf Kettmannshausen und im Bionik-Zentrum Waltershausen unterstützt.

Bildnachweis:
oben: Lange Nacht der Technik in Ilmenau | © TU Ilmenau/Michael Reichel
kleine Bilder: © Haus der kleinen Forscher; Schülerforschungszentrum Ilmenau | © TU Ilmenau; Kinder- und Jugenduni an der TU Ilmenau | © TU Ilmenau; © Stiftung Jugend forscht e. V.; © Bionikzentrum Waltershausen; © Solar-Dorf Kettmannshausen e. V.; Jugend-Unternehmenswerkstatt | © ELMUG eG/JS Deutschland GmbH

Das landkreisübergreifende Regionalmanagement Thüringer Bogen ist eine Kooperation zwischen dem Landkreis Gotha und dem Ilm-Kreis. Es wird aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) durch den Freistaat Thüringen und den Bund gefördert.