Regionalmanagement Thüringer Bogen:

Der Sockel des Gymnasium Ernestinum ist aus feinstem Seeberger Sandstein. Im Rahmen der komplexen Sanierung des Schulgebäudes wird es im Zuge der Arbeiten am Gebäude A und B restauriert. Den Auftrag hat der Gothaer Steinmetz Frank Ehmig übernommen. Bis zum letzten Ferientag hat er all die dafür nötigen Arbeiten ausgeführt, die mit erheblicher Staub- und Lärmbelästigung einher gingen. „Das geht natürlich nicht mehr, wenn in den Klassenräumen der Unterricht stattfindet.“

Der Gebäudeteil B ist der zweitälteste Trakt in der Bergallee. Ende August fand die Baulaufberatung statt. Zurzeit bereiten die Bauarbeiter den Abbruch der Decke über dem Erdgeschoss vor. Nötig ist dieser Rückbau, weil eine PAK-Belastung festgestellt wurde. Hinter PAK verbergen sich Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe, die toxisch sind. Bevor die Baufirma Mitte September mit den Abrissarbeiten beginnt, untersuchen Fachleute die Füllung der Decke auf die vorhandene Schadstoffbelastung. Das geschieht durch die beauftragte Firma. Mit dem Ergebnis wird nach zwei Wochen gerechnet. Erst wenn die Ergebnisse auf dem Tisch liegen, wird mit dem Abbruch der Decke begonnen. In diesem Rahmen öffnen die Bauarbeiter auch weitere Bauteile an der oberen Geschossdecke im Gebäudeteil A, dem ältesten am Standort mit dem Haupteingang zum Gymnasium. Das geschieht, um den Zustand der Balkenköpfe fachgerecht zu beurteilen.

„Auch die weitere Vorgehensweise am Dach des Gebäudeteils B wird derzeit mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt. Das vorhandene Dach muss aufgrund erheblicher Schäden an der Holzkonstruktion abgebrochen und neu aufgebaut werden. Insbesondere Schwamm, Braunfäule und Holzwurmbefall haben die Bausubstanz deutlich geschädigt. Grundlage für die geplante Sanierung ist ein bereits vorliegendes Holzschutzgutachten“, heißt es aus der Pressestelle des Landratsamtes.

Im Schulteil der Myconiusschule baute die Firma Hepro die erforderlichen Brandschutzelemente ein. Bei der Abnahme Ende August wurden lediglich kleinere Restmängel festgestellt. Die ausführende Firma wird diese in rund drei Wochenbeseitigen.

Planmäßig voran geht die Sanierung der Sockelfläche, die immerhin rund 200 Quadratmeter misst. Steinmetz Ehmig verfugt gegenwärtig. Dabei arbeitet er so, dass nach Fertigstellung die neuen Arbeiten nicht mehr vom Bestand zu unterscheiden sind.

Die genannten Arbeiten sind Bestandteil der umfassenden Komplexsanierung des Gymnasium Ernestinum. Ziel der Maßnahmen ist es, die historische Bausubstanz zu sichern, bestehende Schäden fachgerecht zu beheben und die Gebäude langfristig baulich, sicherheitstechnisch und funktional zu ertüchtigen.