Regionalmanagement Thüringer Bogen:

Die Wanderlust ist ungebrochen. Natur erleben, Geschichte und Kultur entdecken und dabei noch etwas für die Gesundheit tun, all das bringt Jung und Alt auf den Weg. Und wenn dann noch die Aussicht besteht, sich mit besonderen Naturerlebnissen neue Ein- und Ausblicke zu erlaufen, ist die Wanderwelt perfekt. Beim Tourismusverband Thüringer Wald/Gothaer Land befanden Geschäftsführerin Bettina Aschenbrenner und Carla Magdalena Zech, verantwortlich für Content Management & Digital Marketing, es sei hilfreich, die potentiellen Wanderer in der Region bei ihren Entdeckungstouren zu unterstützen. Dazu entwickelte das Team einen kleinen Wanderführer für die Jackentasche, der es in sich hat.

Nämlich 16 Routen, auf denen die Region in seiner ganzen Vielfalt erwandert werden kann. Dass dabei der König der Thüringer Wanderwege, der Rennsteig, weitgehend außenvor bleibt, liegt an seinem „Hofstaat“, der sich ebenfalls sehen lassen kann. So zumindest formuliert es der Eingangstext des Wanderführers und verweist darauf, dass zwischen Thüringer Wald, Gothaer Umland und Thüringer Burgenland rund 1000 Kilometer Wanderwege bereitstehen.

Wer eine dieser 16 Routen unter seine Wanderschuhe nimmt, bekommt vorab in der handlichen Broschüre einen Überblick: Wegstrecke, Wanderdauer, Auf- und Abstiege und Anspruch, Tipps für Sehenswürdigkeiten oder Rastplätze sowie Toiletten, ebenso augenfällig die besten Wandermonate für die Tour. Ein kurzer Text informiert über Geschichte, botanische und geologische Besonderheiten. Carla Zech, die hauptsächlich den Wanderführer gestaltet hat, ist beileibe nicht alle 16 Touren abgelaufen. Dafür hat sie eng mit Enrico Eisenacher zusammengearbeitet, hauptamtlicher Kreiswegewart im Landkreis Gotha. „Der kennt den aktuellen Zustand der Wanderwege wie kein Zweiter“, sagt Carla Zech, „so dass unsere Informationen für die einzelnen Routen stimmig sind.“

Sechs Touren führen die Wanderer in die Inselsbergregion, darunter ist natürlich auch die Gipfel- und Aussichtstour, 2022 als schönster Wanderweg Deutschlands gekürt. Doch auch der Benediktinerpfad oder der Naturpark-Weg Kühles Tal oder der Kleinschmalkalder Vulkansteig bieten spannende Touren. Weitere sechs Vorschläge laden in die Talsperrenregion ein. Da sind auf Rundwegen die Ohratalsperre oder der Falkenstein zu erleben oder auch der Naturlehrpfad „Wilde Weiden“.

Zu guter Letzt verbinden vier Touren Gotha und das Gothaer Land, etwa auf dem Lutherweg von Gotha nach Arnstadt oder die Burgenroute. „Die Touren zeigen die Vielfalt der Landschaften zwischen Rennsteig und Thüringer Burgenland“, sagt Carla Zech. „Und außerdem ist nahezu das gesamte Gebiet Teil des UNESCO Global Geopark Thüringen Inselsberg-Drei Gleichen. Er ist einer von acht deutschen UNESCO Global Geoparks und birgt geheimnisvolle Zeugnisse des einstigen Superkontinents Pangäa.“

Die junge Frau hat natürlich auch ihre Lieblingstour. Die Wanderung, die am Schützenplatz in Tambach-Dietharz startet und hinauf führt zum Bergsee Ebertswiese, hat es ihr angetan. Zech ist fasziniert von der Natur, die noch so ursprünglich ist, besonders um den Spitterfall, Thüringens höchsten natürlichen Wasserfall.

Als nächstes entsteht beim Tourismusverband Thüringer Wald/Gothaer Land eine Radkarte. Spannend wird aus Sicht von Bettina Aschenbrenner die Familienkarte, die ebenfalls aufgelegt werden soll. Hier soll einem Trend genüge getan werden, bei dem Familien mit Kindern weniger Wert auf kommerzielle Angebote, sondern mehr und mehr auf individuelle Freizeitgestaltung legen. Selber machen als bespaßt zu werden, das ist ein Trend, den Carla Zech mit der Familienkarte gerecht werden will.

Die Thüringer Wanderwelten sind auf Tourismus-Messen sehr gefragt. So zum Beispiel auf der ITB in Berlin, gemeinsam mit dem Thüringer Bogen. Im November steht die Reiselustmesse in Bremen an, dann folgt die Messe in Stuttgart.

Foto: Geschäftsführerin Bettina Aschenbrenner und Carla Zech diskutieren bereits über die nächste Broschüre, die der Tourismusverband Thüringer Wald/Gothaer Land herausbringen will. I Foto: Klaus Simmen