Regionalmanagement Thüringer Bogen:
„Wir machen das, weil’s Spaß macht“, sagt Christoph Hodgson. Wäre es nicht an dem, würde das kleine Team vor dem Arbeitsaufwand kapitulieren. Immerhin, drei Monate sind die Organisatoren voll und ganz in die Vorbereitung des Bach-Advent eingespannt. Dass daraus eine solche Erfolgsgeschichte wird, war zum Start vor 15 Jahren nicht vorherzusehen. Aber sie sei erklärbar, sagt Hodgson. „Wir bieten an, was alle mögen! Und jedes Jahr ein bisschen mehr!“ Öffneten zum ersten Bach-Advent gerade mal drei historische Höfe ihre Türen, sind es in diesem Jahr weit mehr als 50. Die Zahl der Künstler erreicht mit 350 eine neue Marke, zehn unterhielten das Publikum zur Premiere.
Was die Besucher im Einzelnen erwartet, kann auf der Internetseite (https://bach-advent.de/) bereits abgerufen werden. Wie immer kommt das Programmheft auf den letzten Drücker, weil es „bis kurz vor Eröffnung immer noch Änderungen zu berücksichtigen gibt. Deshalb ist unser Programmheft zwar mit der heißen Nadel gestrickt, aber mit Liebe gemacht!“ Besonders an Herz legt der Amerikaner, dem Arnstadt zur Wahlheimat geworden ist, den Besuchern die drei Hauptkonzerte in der Bachkirche. Am Donnerstag, 27. November, ist Engerling zu erleben; einen Tag später macht Annett Louisan auf ihrer Tournee Station in Arnstadt. Beide Konzerte beginnen 20 Uhr. Zum 100-jährigen Jubiläum des Bach-Chores gibt es an gleicher Stelle dann Samstag ein festliches Konzert.
Wie gewohnt eröffnet der Bürgermeister den Bach-Advent, ehe sich schließlich der Eröffnungsumzug in Bewegung setzt. Über 400 Kinder sind dabei, die mit Sonne, Mond und Sternen für weihnachtliche Illumination sorgen. Insgesamt 350 musikalische Darbietungen bieten garantiert für jeden Geschmack etwas. Theateraufführungen entführen in ferne Welten. Und erstmals gibt es zum Bach-Advent auch Tanz – dargeboten von der Ballettschule im Barocksaal des Museums.
Bei der Vielzahl der Veranstaltungen sind Rainer Pense und Christoph Hodgson an den Tagen des Bach-Advents (28. bis 30. November) pausenlos unterwegs, damit auch alles wie am Schnürchen klappt. Dass ihnen das gelingt, dafür sorgen auch die rund 50 fleißigen Helfer, die ihnen zur Seite stehen. Bach-Advent ist etwas, für das sich Arnstädter auf die eine oder andere Art stark machen. So hat Wolfgang Gaube, Inhaber der Kaffeerösterei „Bohnenstolz“, eine extra Kaffeemischung geröstet. Seine Bach-Advent-Edition macht die Kaffeepause zu einem besonderen Erlebnis. Für Naschkatzen reist der Gothaer Konditormeister Thomas Junghans nach Arnstadt und bietet eine weihnachtliche Auswahl an Pralinen an.
Als Christopher Hodgson nach Arnstadt kam, der Liebe wegen, erbte er von seiner Frau auch den Freundeskreis. Und der habe gern und oft gefeiert. In dieser Runde sei dann die Idee entstanden, alles, was man mag und was Freude bereitet, in einer Veranstaltung zu vereinen. Die Idee des Bach-Advents war geboren. Von den acht Gründungsmitgliedern ist der Wahl-Arnstädter das einzige, was noch aktiv ist. Das zeigt, der Spaß daran ist bei ihm ungebrochen. Zum Glück für ein nicht nur in Thüringen einmaliges Adventspektakel.
Foto: Impressionen des letzjährigen Bachadvents | © UPFoto