Regionalmanagement Thüringer Bogen:
Schon die Eröffnung machte deutlich: der Bach-Advent bricht auch 2025 alle Rekorde. Tausende wollten dabei sein, wenn Thüringens attraktivster Weihnachtsmarkt startet. Das, was zwischen Freitag und Sonntag in der historischen Altstadt geboten wird, hebt Arnstadt aus dem Kreis traditioneller Weihnachtsmärkte deutlich heraus. Über 300 Veranstaltungen an drei Tagen, Einblicke in altehrwürdige Höfe und Keller – und all das getragen von weihnachtlichem Flair.
Viel Spaß hatten die Kinder auf dem Markt, wo der Franzose Etienne Favre auch in diesem Jahr seine Klangelemente aufgestellt hatte. Die sind nicht nur ein unwiderstehlicher Blickfang für Jung und Alt, sondern zeigen auch: Musizieren lässt sich mit allem, was greifbar ist. Egal, ob Gummistiefel, die sich hervorragend zum Flötenspielen umfunktionieren lassen, oder Töpfe, die Mühlrad ähnlich angeordnet, wunderbare Töne in die Welt schicken – Etienne Favre verzaubert mit seinen Installationen die Generationen, denn was dem Enkel sichtlich Spaß macht, verzaubert auch die Großeltern.
Wer sich die Stufen hinab in den Keller im „Haus zur Rothen Thür“ begab, dem öffnete „Chameleon Brass“ die Tür in eine Welt, in der Sprache und Musik zu einem Gesamterlebnis verwoben werden. Da treffen Poeten wie Ringelnatz und Busch auf Swing, verbindet sich der schwarze Humor von Roald Dahl mit der Magie des Jazz. Dafür gab es zu Recht viel Beifall von den Besuchern.
Dass Konzerte nicht an feste Plätze gebunden sind, sondern durchaus beweglich sein können, zeigte nicht zum ersten Male in Arnstadt Le Pianoteur. Das Fahrrad-Orchester Écolomusico begeisterte erneut die Bach-Advent-Gäste, wo immer es auch Station machte. Der Künstler lässt keinen Zweifel aufkommen, dass sein Orchester nicht nur ungewöhnliche Klangwelten produzieren kann, sondern dazu auch noch absolut ökologisch agiert.
Zur 15. Auflage des Bach-Advent hat es wieder viele Wiederholungstäter in Thüringens älteste Stadt gezogen. Nicht wenige hatten sich jedoch auf den Weg gemacht, weil es sich längst herumgesprochen hat, dass dieser Weihnachtsmarkt ein Muss ist. Haben wir zu viel versprochen? fragte ein Mann das begleitende Ehepaar in der Kohlgasse. Überhaupt nicht, kam die Antwort, du weißt doch, wenn’s was Außergewöhnliches gibt, sind wir immer dabei. Und hier ist nichts gewöhnlich!
Foto: Der Pianoteur begeistert die Menschen | © Stadtkern e.V.
