Regionalmanagement Thüringer Bogen:

In diesem Jahr wurde die Euro-Toques Challenge bereits zum 15. Male ausgetragen. Thüringen hingegen erlebte die zweite Auflage des Lehrlingswettbewerbes. Hinter Euro-Toques verbirgt sich eine Vereinigung europäischer Köche, die sich die Bewahrung kulinarischer Traditionen der jeweiligen Regionen auf die Fahnen geschrieben hat. Das bedeutet auch, sich auf regionale und saisonale Produkte zu besinnen und einen verantwortungsbewussten Umgang mit Lebensmitteln. Die Challenge sei eine hervorragende Möglichkeit für angehende Köche zur Standortbestimmung, sagt Dirk Baumbach, Thüringer Landesbeauftragter von Euro-Toques. Vor Jahresfrist hatte er gemeinsam mit der Ernst-Benary-Schule in Erfurt den Wettbewerb erstmals organisiert. Um ihn auf ein festes Fundament zu stellen, unterzeichneten Schule und Verband eine Kooperationsvereinbarung.

„Für mich ist der Lehrlingswettbewerb eine prima Möglichkeit mich auf die Abschlussprüfung vorzubereiten“, sagt Lukas Kunte. Der junge Mann muss sich schon in wenigen Wochen hier beweisen. „Unter realen Bedingungen testen zu können, was man gelernt hat, ist schon ein großer Vorteil.“ Deshalb hat der Auszubildende keinen Augenblick gezögert und sich für die Challenge angemeldet. Als Assistent stand ihm Dennis Narius zur Seite, der eben so wie Kunte sein Handwerk in der Restaurantküche vom Hotel „Zu Post“ in Bad Tabarz lernt. Im nächsten Jahr will er sich der Herausforderung stellen.

Sieben Teams kämpften in der Küche der Erfurter Berufsschule um den Sieg. Dabei mussten sie sechs Fingerfood-Gerichte aus einem Warenkorb zaubern. Den hat Christian Frank gefüllt. Das Euro-Toques-Mitglied hatte im Vorfeld der Veranstaltung alle Hände voll zu tun, um beste Bedingungen für die Auszubildenden zu schaffen. So mussten allein sieben Lammrücken und ebenso viele Poularden beschafft werden. „Dank vieler Spender konnten wir den Warenkorb mit hochwertigen Produkten füllen“, freut sich Frank.

Fingerfood gehört keineswegs zum Küchenalltag für die angehenden Köche. Sich da Gerichte auszudenken, die vor der gestrengen Jury Bestand haben, ist alles andere als einfach. „Da haben alle sieben Teams beachtliche Kreativität an den Tag gelegt“, sagt Dirk Baumbach. Das Team aus Bad Tabarz servierte eine Kartoffel-Sellerie-Suppe mit Birnenessig-Espuma, Seidenmatjes mit Apfelrolle und Gurkengel und eine Tranche vom Lammrücken mit grüner Knoblauchkruste sowie einer Poulardenpraline mit Kräutercreme. Das reichte nicht ganz, um vorn dabei zu sein. Allerdings zählen die Erfahrungen, die Kunte und Narius sammeln konnten. Gewonnen hat Casper Janosh Beyer vom Hotel Legére, vor Ian Spiridon Mathias vom Radisson Blue Hotel und Konstantin Pilch vom Kaisersaal, alle Erfurt. Für besondere Leistungen im Bereich Arbeitsplatzhygiene ehrten die Juroren Rizki Putra Arifani.

Foto: Christian Frank und Dirk Baumbach vom Thüringer Landesverband Euro-Toques. | © Simmen