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Initiative Erfurter Kreuz e. V.:

Am 26. August 2022 informierten sich Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow und Thüringens Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee über den aktuellen Stand von Projekten für klimaneutrale Prozesse und energieoptimierende Kooperationsvorhaben am Erfurter Kreuz.

Die Initiative Erfurter Kreuz, genauer deren Interessengemeinschaft „CleanEFX“, das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) und das Thüringer Erneuerbare Energien Netzwerk (ThEEN) e. V. begrüßten die Vertreter der Thüringer Landespolitik mit ihren verantwortlichen Experten für Technologietransfer in den Räumen des Batterie-Innovations- und Technologie-Center BITC, einem Institutsteil des Fraunhofer-IKTS.

„Die Technologien für eine klimaneutrale und sichere Energieversorgung aus regionalen Quellen sind im Grunde vorhanden, wurden aber in der Vergangenheit oftmals zu zaghaft eingesetzt oder waren regulatorisch ausgebremst. Mit CleanEFX zeigen wir, dass es geht, wenn man groß denkt, einen klaren Plan hat und alle Akteure an einem Strang ziehen“, so Professor Michael Stelter, stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer IKTS und Vorstand des ThEEN. Sein Forschungsteam stellte einen synthetischen Kraftstoff vor, der aus Strom gewonnen werden kann. 

Der Turboladerhersteller IHI Charging Systems Ichtershausen verfolgt den Ansatz, analog wie in der Verbrennertechnologie, die Abgaseenergie des Motors zu nutzen, um die Leistungsfähigkeit des Brennstoffzellenantrieb zu steigern und höhere Effizienzwerte zu ermöglichen. 

Im Rahmen des Informationsaustausches unterzeichneten die IHI Charging Systems mit Dr. Toshiyuki Suda und das Fraunhofer IKTS mit Institutsleiter Professor Alexander Michaelis, ein „Memorandum of Understanding“ zur Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Industrialisierung von Wasserstofftechnologien am Erfurter Kreuz.  

Vor nun mehr als drei Jahren schon wurde die Projektidee eines klimaneutralen Gewerbegebietes in mehreren Workshops von Unternehmen und Forschungseinrichtungen innerhalb der Initiative Erfurter Kreuz gedacht und schließlich initiiert. Erklärtes Ziel ist es, die bestehenden Infrastrukturen zu bündeln, Prozessmedien in Sektorkopplung zu nutzen, Synergien untereinander und in der Region zu finden. „Der Ansatz, regionale, nachhaltige Energielösungen zu entwickeln, hat eine stetig wachsende Zahl an Mitstreitern in Unternehmen gefunden“, so Dr. Daniel Bader, Geschäftsführer der IHI Charging Systems Ichtershausen GmbH und ergänzt: „Mehr als 20 Unternehmen und Institute arbeiten derzeit an Lösungen auf Basis von Wasserstoff, Batterien, regenerativen Energiequellen und intelligenten Stoffstromprojekten.“

Die Gründe dafür liegen auf der Hand: seit den Pariser Klimazielen ist klar, dass klimaneutrale und von fossilen Energieträgern unabhängige Energielösungen gefunden werden müssen. Bisherige Lösungen auf Basis Erneuerbarer Energien stellten jedoch nur Inselansätze dar, bei denen Unternehmen an eigenständigen Lösungen für ihren Standort arbeiten. 

Die CleanEFX-Initiative verfolgt die größer angelegte Idee, Kapazitäten und Prozessmedien mehrfach in Sektorkopplung zu nutzen, um Lastspitzen und Überschüsse untereinander zu verteilen. Kostenintensive Infrastruktur soll gemeinsam ausgelegt und beschafft werden. Überdies soll die Region mitgedacht werden, um eine bezahlbare und saubere Energieversorgung auch für die Menschen vor Ort zu erreichen.

Bild: Vertreter der Thüringer Landespolitik mit ihren verantwortlichen Experten für Technologietransfer in den Räumen des Batterie-Innovations- und Technologie-Center BITC, einem Institutsteil des Fraunhofer-IKTS. | © Wirtschaftsspiegel/Thomas Abé

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