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Regionalmanagement Thüringer Bogen:

Sie sind zu acht, acht Frauen und Männer mit unterschiedlichen beruflichen Biografien. Was sie eint, ist ihr Engagement im Thüringer Bogen, in der Region des Landkreises Gotha und des Ilmkreises also. Und sie alle wirken auf die eine oder andere Weise eben auch weit darüber hinaus. Und das prädestiniert sie für ihr Ehrenamt als Botschafter des Thüringer Bogens. Warum sie diese Rolle übernommen haben, warum sie sich als Botschafter einer besonderen Region sehen, das erzählen sie in dieser Reihe. Heute plaudern wir mit der Ilmenauer Sängerin Katharina Herz.

Guten Tag, Frau Herz. Wie geht es Ihnen?

Danke, ich kann nicht klagen.

Ich frage, weil Sie als Künstlerin derzeit beruflich mehr durchs Tal gehen, oder?

Das will ich nicht leugnen. Die Corona-Zeit hat uns gebeutelt. Und jetzt, wo wir dachten, die ist vorbei, kommt eine Energiekrise, die uns nicht minder hart trifft.

Kommt keiner ins Konzert, weil’s kalt im Saal ist?

Dann würde ich auch nicht hingehen. Das Problem liegt tiefer. Die Veranstalter sind gezwungen, die Preise zu erhöhen. Wenn die Menschen sparen müssen, wird das Geld zuerst bei der Kultur abgeknapst. Ich habe schon Absagen von Konzertauftritten fürs nächste Jahr hinnehmen müssen. Aber den Großen in der Branche geht es nicht besser. Einige haben ihre Tournee für 2023 gestrichen und auf das Jahr darauf verlegt. 2023 wird für uns noch einmal ein ganz schweres Jahr, davon bin ich überzeugt.

Zum Glück haben Sie ja noch Auftritte im MDR-Fernsehen und vor allem Ihre Radio-Show „Sonntag mit Herz“ – MDR Schlagerwelt.

Darüber bin ich auch glücklich! Nur, die Bühne kann das nicht ersetzen. Dort fühle ich mich erst so richtig lebendig. Deshalb kann der Liveauftritt nicht ersetzt werden.

Die Musik und Sie – was ist das für eine Verbindung?

Eine früh entwickelte und sehr ausgeprägte! Schon als Kind hat mich Musik begleitet und begeistert, vor allem selbst zu singen. Ich nahm viele Jahre Gesangsunterricht. So kam ich auch zum Wettbewerb „Jugend musiziert“, wo ich den 2. Platz belegte. Ich hatte eine Schülerband gegründet, ich sang im Gospelchor. Aus all dem entwickelte sich schon früh der Gedanke, mich beruflich in dieser Richtung zu orientieren. Es macht ja Sinn, eine Arbeit zu finden, die Spaß macht. Als ich 17 Jahre alt war, gab es in Pößneck die Wiederauflage von „Herzklopfen kostenlos“, damals tatsächlich noch mit Heinz Quermann. Und ich durfte auftreten.

War das der Moment, wo Ihre Karriere begann?

Ich denke, ja. Dort wurde ich von einer Agentur angesprochen und zu verschiedenen Auftritten vermittelt. Bei einem dieser Auftritte in Pößneck hörte mich der Komponist Günther Behrle. Der hat mich dort sozusagen entdeckt. Am nächsten Tag meldete er sich bei mir und bot mir einen Plattenvertrag an. Darauf folgte schließlich mein erster Fernsehauftritt, in Hof in der Freiheitshalle. Das war, wenn ich mich recht erinnere, zwischen der Abiprüfung in Englisch am Freitag und der Matheprüfung am Montag. Deshalb habe ich in den Pausen in der Garderobe auch gelernt. Ein besonderer Erfolg war in Hof der Auftritt mit Trompeter Torsten Benkenstein. Wir spielten und sangen den Titel „Addio“.

Da hatten Sie also sofort nach dem Abi bereits einen Beruf, in dem Sie loslegen konnten.

Ganz so einfach habe ich mir das nicht gemacht. Ich bewarb mich früh für ein Gesangsstudium im Fach Musiktheater an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ . Die Zusage hatte ich schon in der Tasche, als ich noch mitten im Abi steckte. Und das Studium habe ich sehr, sehr ernst genommen.

Sind Sie als Opernsängerin aufgetreten?

Ich habe im Rahmen des Studiums auf der Theaterbühne Erfahrungen sammeln können. Heute flechte ich in meinen Soloprogrammen auch klassische Melodien oder Musical-Arien ein. Doch die Theaterbühne hat mich nie so sehr gelockt, wie die Konzertbühne. Im Theater spiele ich eine Rolle, stehe ich auf der Konzertbühne bin auch ich es, der vor dem Publikum steht.

Welchen Sinn hat dann das Studium gehabt?

Einen enorm wichtigen! Ich habe nicht nur eine klassische Gesangsausbildung erhalten, zum Studium gehörten auch Schauspielunterricht und Sprechausbildung. Damit kann ich viel anfangen.

Stimmt, eine prima Grundlage, Sie sind ja schließlich auch gefragte Moderatorin. Und nun agieren Sie noch als Botschafterin des Thüringer Bogens. War es schwer, Sie zu überreden?

Keineswegs. Durch die Anfrage fühlte ich mich sehr geehrt. Ich liebe meine Heimat, ich bin mit Leidenschaft Thüringerin und Ilmenauerin ohnehin. Und deshalb habe ich gar nicht gezögert und die Ernennung mit Freude angenommen. Ich bin viel unterwegs, treffe viele Menschen – nun kann ich sogar als Botschafterin für meine Heimat schwärmen.

Sie sind jemand, der vieles selbst macht, sogar, wie man hört, auch grafische Gestaltung. Bleibt da noch Zeit für Hobbys?

Das muss sein. Raus in die Natur mit der Familie, das ist unabdingbar. Der Lockdown in der Corona-Zeit hatte viele Nachteile, aber auch positives. Schon schwer für sie nachvollziehbar, dass ich meinen beiden Töchtern plötzlich Lehrerin sein musste. Jedoch gab es auch die gemeinsame Zeit an den Wochenenden, wo Mama normalerweise auf Tournee ist. Das hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, zusammen Dinge zu unternehmen. Es war für mich geschenkte Familienzeit, und wir haben uns auch einen kleinen Hund angeschafft, der die Familie komplettiert.

Haben Sie in diesem Jahr noch Auftritte?

Eine Weihnachtsgala in Suhl im Ringberghotel und, worauf ich mich besonders freue, den „Weihnachtszauber mit Herz“ in Arnstadt, ein Soloprogramm im Theater im Schlossgarten.

Frau Herz, viel Erfolg weiterhin und eine gute Zeit als Botschafterin.

Bild: Katharina Herz im Interview mit dem Thüringer Bogen | © Klaus-Dieter Simmen

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