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35 Jahre alt wird in diesem Jahr der Kreisjugendring (KJR) in Gotha. Was im damaligen Haus der Kinder im Juni 1991 in die Welt gebracht wurde, hat sich rasch zu einem wichtigen Partner der Jugendhilfe im Landkreis entwickelt. „Bereits ein Jahr nach der Gründung erhielten wir den Status der Gemeinnützigkeit und die Anerkennung als freier Träger der Jugendhilfe“, sagt Petra Grensemann, Geschäftsführerin des KJR. Und sie erinnert daran, dass sich der Verein frühzeitig als Träger von Projekten der Jugendarbeit etablierte. „Da denke ich an das Projekt ‚Aufbau der Jugendarbeit mit Jugendpflegern im ostdeutschen ländlichen Raum‘ als Beginn eines flächendeckenden Netzes von Jugendpflegern im Landkreis Gotha.“ Heute steht dafür die Arbeit der Jugendsozialarbeiter.

Die Vorstandsvorsitzende des KJR, Anja Metz, unterstreicht dessen Rolle bei der Jugendverbandsarbeit. Der Kreisjugendring ist Träger in der offenen Jugendarbeit in zahlreichen Gemeinden des Gothaer Landkreises. In der Landgemeinde Hörsel, in Georgenthal, in Bad Tabarz, in der Gemeinde Nessetal, der Stadt Friedrichroda, der Landgemeinde Nesse-Apfelstädt und der Verwaltungsgemeinschaft Fahner Höhe organisieren KJR-Mitstreiter lebendige Jugendarbeit. „Nicht zu vergessen, dass wir Anstellungsträger für die Schulsozialarbeiter sind, die eine hervorragende Arbeit leisten.“ Insgesamt sind an neun Schulen im Landkreis elf Schulsozialarbeiter tätig. „Nicht zu vergessen in diesem Rahmen: Wir sind gegenwärtig Maßnahmeträger der Schuljugendarbeit an zwei Schulen im Gothaer Land“, so Metz.

Als zentraler Zusammenschluss der Jugendverbände im Landkreis Gotha, vertritt der KJR seine 29 Mitglieder in der Jugendverbandsarbeit. Der mittlerweile umfangreiche Materialpool steht den einzelnen Jugendverbänden, Schulen und Kindergärten sowie weiteren Einrichtungen zur Verfügung. „Dank der langjährigen Zusammenarbeit mit dem Jugendamt des Landkreises Gotha wurden viele Projekte und Aktionen gemeinsam geplant und umgesetzt. Dazu gehört das Kinder- und Jugendparlament des Landkreises Gotha und die dazugehörigen lokalen Kindergipfel“, unterstreicht Petra Grensemann.

Am letzten Augustsonntag feierte der KJR sein 35-jähriges Bestehen. Und zwar vor allem mit jenen, für die er seit dreieinhalb Jahrzehnten streitet: mit Kindern verschiedener Altersklassen. Dazu gab es auf dem Gelände des KJR in der Reinhardsbrunner Straße und dem angrenzenden Schulhof der Herzog-Ernst-Gesamtschule ein großes Kinderfest mit vielen Überraschungen.

Fotos Metz (l.) und Grensemann