Regionalmanagement Thüringer Bogen:
Am 7. März 2025 findet in Ohrdruf die 6. Ausbildungs- und Stellenbörse statt. Von 9 bis 17 Uhr können sich Schülerinnen und Schüler zu Ausbildungsbetrieben und Interessierte zu neuen beruflichen Herausforderungen informieren. Unter dem Unter dem Motto „Kontakte + Ausbildung = Zukunft“ gibt es Infos zu spannenden Perspektiven direkt vor der Haustür. Wir stellen hier das Wölfiser Unternehmen HK HEINEMANN + KÖLLMER als ein teilnehmendes Unternehmen der Börse etwas genauer vor:
Köche kochen. Köche putzen, und das sehr ausdauernd. Doch diese Zeit kann deutlich verkürzt werden. Große, zusammenhängende Flächen sind da von Vorteil, ebenso Rundungen statt harter Kanten. Und all das aus pflegeleichtem Edelstahl gefertigt. Gebaut werden solche funkelnden Großküchen in Wölfis, nahe des Thüringer Waldes. In einem Radius von 500 Kilometer beliefert die Firma HK Gastronomie und Handel mit maßgefertigten Stahlmöbeln. Und weil das Unternehmen mitten in Deutschland sitzt, unweit der Autobahnen 4 und 71, stehen die Erzeugnisse aus Thüringen in allen Bundesländern. Und manchmal, sagt Geschäftsführer Thomas Heinemann, werde der Radius auch erweitert. So erfreuen Edelstahlküchen aus Wölfis Köche im Elsass, kocht darin ein Team in einem Amsterdamer Hotel für internationale Gäste. Und die Küche der Deutschen Botschaft in Stockholm, Sie ahnen es, entstand in Wölfis.
Wenn am 7. März dieses Jahres zum 6. Male die Ausbildungs- und Stellenbörse in der Ohrdrufer Goldberghalle öffnet, ist auch HK Großküchen mitten unter den Ausstellern. „Es ist einfach eine prima Sache, sich in der unmittelbaren Heimat als Ausbildungsbetrieb zu präsentieren“, sagt Thomas Heinemann, der gemeinsam mit Marc Köllmer das Unternehmen führt. Und Lehrlinge sind im Unternehmen von Anfang an gefragt, was auch die große Zahl jener Mitarbeiter dokumentiert, die hier ausgebildet wurden. Die Ausbildung zum Feinblechbautechniker sei ungeheuer vielfältig. „Diese ist die Grundlage für viele andere Berufe, das heißt, wer sich später anderweitig orientiert, hat gute Karten. Zum Glück aber bleiben die meisten bei uns“, freut sich Heinemann. Das liegt mit Sicherheit am jungen, eingespielten Team, aber auch in der Vielfalt der täglichen Aufgaben begründet. „Bei uns gleicht kein Tag dem anderen, denn Kundenwünsche stellen uns immer wieder vor neue Herausforderungen.“
Es lässt sich nicht leugnen, dass umfängliche Investitionen im Bereich der Gastronomie zurückgegangen sind. Das spürt auch das kleine Unternehmen am Ortsrand von Wölfis. Das betreffe jedoch nicht Kantinen und Cateringunternehmen. Und auch der Handel greift auf das Leistungsspektrum von HK zurück. „Während der Corona-Pandemie, in der die Gastronomie am Boden lag, nutzte die Handelskette tegut die Zeit, um viele Märkte umzubauen“, sagt Geschäftsführer Heinemann. Das betraf besonders jene mit Bedientheke, wobei der rückwärtige Raum mit Edelstahl und Granitplatten gestaltet wurde. Der Auftrag ging an HK. Das Material für die Edelstahlmöbel der Wölfiser Firma übrigens stammt aus recycelten Material, ist mithin umweltfreundlich. „Und wenn unsere Produkte nicht mehr gebraucht werden, können sie ebenfalls zu mehr als 90 Prozent wieder recycelt werden“, betont Heinemann.
Aktuell ist kein Lehrling im Betrieb, Ende Januar erst beendete ein junger Mann seine Ausbildung. Tags darauf, am 1. Februar, kam er zum ersten Male als Facharbeiter zur Arbeit. Gegenwärtig ist er mit Kollegen in Taufkirchen (Vils) in einer Schule im Einsatz und montiert in Bayern eine Großküche für die Cafeteria. „Bewerbungen für neue Lehrlinge liegen jedoch schon auf meinem Schreibtisch“, sagt Marc Köllmer. Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres, so ist er sicher, steht auch wieder ein Lehrling auf der Lohnliste. Und von der Ausbildungs- und Stellenbörse im März in der Goldberghalle erhofft er sich weiteren Zulauf. Die beiden Geschäftsführer freuen sich, wenn junge Leute anklopfen und nach einem Praktikumsplatz oder nach Ferienarbeit fragen. „Sie sind willkommen und können gern ausprobieren, ob ihnen die Arbeit in unserem Unternehmen Freude macht.“ Viele davon würden sie dann als Azubi im Betrieb wiedersehen.
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Foto: Collin Schön lernt das Unternehmen während seiner Ferienzeit kennen. Hier eine Berufsausbildung zu absolvieren, kann er sich gern vorstellen. | © Simmen