Regionalmanagement Thüringer Bogen:

Als Vanessa Hofmann und Christoph Drewnick erfuhren, dass für das Restaurant im Freudenthal unterhalb der Burg Gleichen ein Betreiber gesucht wird, zögert das Paar keinen Augenblick und erfüllte sich den Traum von der Selbständigkeit in der Gastronomie. Dabei stürzen sie sich keineswegs Hals über Kopf in diesen neuen Lebensabschnitt. Der neue Pächter des historischen Gasthauses hat rund zwei Jahrzehnte Erfahrungen in dem Metier.

Dem Ort geschuldet, setzt Drewnick auf Thüringer Küche, gutbürgerlich versteht sich. So wie es sich Gäste wünschen, die hier einkehren. Und das funktioniert am besten, wenn so weit wie möglich regionale Produkte in der Küche verwendet werden. Auch bei Getränken setzt der neue Pächter auf Made in Thüringen. Die Apoldaer Vereinsbrauerei sorgt für ein breites Angebot. Wer an den Nachmittagen zu Kaffee und Kuchen kommt, bekommt Qualitätsware vom Bäckerhandwerk. Auf der Speisenkarte finden sich Gerichte mit Fleisch vom Hochlandrind; die Tiere stehen unweit ganzjährig auf der Weide. „Das“, sagt der Gastronom, „ist für Liebhaber von Rindfleisch ein Hochgenuss.“

Noch sind Hofmann und Drewnick nicht da, wo sie in absehbarer Zeit sein wollen. Das Konzept freilich ist schon sichtbar. Dazu gehören auch Veranstaltungen, für die das historische Gemäuer eine faszinierende Kulisse gibt. Das zu DDR-Zeit als Restaurant genutzte Gebäude wollen Besitzer, Familie Seyring, und die Pächter gemeinsam umbauen, um einen Veranstaltungsraum zu schaffen, der ganzjährig genutzt werden kann.

Ein wichtiges Standbein im Freudenthal sind Feiern – für Familienfeste aller Art und ebenso für Firmenfeiern. „Das wird jetzt schon reichlich genutzt“, freut sich Drewnick. Als Plus erweisen sich auch die sechs Pensionszimmer. Immerhin kann man hier in einer Region übernachten, in der Thüringer Geschichte geschrieben wurde.
Freudenthal – der Name erinnert an die Rückkehr des Grafen Ernst von Gleichen, der beim fünften Kreuzzug in Gefangenschaft geriet, und nur wieder in die Heimat zurückkehren konnte, weil ihm die Tochter des Sultans zur Flucht verholfen hatte. Aus Dankbarkeit heiratete er sie. An der Stelle, wo sich Gemahlin eins und Gemahlin zwei erstmals begegneten, steht heute die historische Hofanlage. Und da die Doppelehe, so erzählt die Sage, harmonisch verlief, nennt man diesen Ort bis heute Freudenthal. Dass der Name auch fürderhin zu Recht getragen werden kann, dafür wollen Vanessa Hofmann und Christoph Drewnick sorgen, in bester gastronomischer Manier.

Foto: Das Gasthaus im Freudenthal | © Simmen