Regionalmanagement Thüringer Bogen:
Das ist eine Erfindung mit Potential! Davon sind Dieter Hampe und Harry Schellhorn fest überzeugt. Um seine Kunden optimal zu betreuen, hat der Arnstädter Rainbow Energy-Gründer Hampe schon lange nach einem System gesucht, das die PV-Anlagen nachhaltig kontrollieren kann. „Allmählicher Leistungsverlust an Photovoltaik-Modulen ist ein großes Problem“, sagt Schellhorn. Sei Degradation erst einmal im System drin, breite es sich aus wie Krebs. Je früher kleine Schäden festgestellt sind, um so effektiver kann eingegriffen werden. Doch mit welchen Möglichkeiten lässt sich das verwirklichen? Auf dem Markt fanden die beiden Tüftler nichts, was ihren Ansprüchen genügt. Doch selbst ist der Mann! Getreu dieser Devise entwickelten die Unternehmer Sari, übrigens gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut in der Region. Herausgekommen ist ein Multifunktionsgerät, das auf den PV-Freiflächenanlagen Gras mäht, das die Module säubert und einen diagnostischen Blick auf die Module hat.
„Der Roboter ist mit einer Drohne ausgestattet, die beim Überflug mittels einer Wärmebildkamera die einzelnen Solarpanele auf versteckte Leistungsverluste checkt“, erzählt Harry Schellhorn. Am Ende steht eine Liste mit einer gründlichen Auswertung. So werden auch Module entdeckt, die bereits bei der Installation nicht einwandfrei funktionieren. „So können wir für unsere Kunden Garantieansprüche frühzeitig geltend machen“, betont Dieter Hampe. Auf der Intersolar in München, eine der bedeutendsten Fachmessen der Branche, stieß Sari auf großes Interesse.
Vor rund 30 Jahren hat sich Dieter Hampe mit einem Unternehmen selbstständig gemacht, das Solarenergie nach Thüringen bringt. Damit gehört er zu den Branchenpionieren in der Region. Aus den Anfängen hat sich eine innovative Unternehmensgruppe entwickelt. Und diese hat sich nicht nur den erneuerbaren Energien verschrieben, sondern versteht sich ausschließlich als regionaler Player. Von Thüringen für Thüringen, lautet das Credo im Arnstädter Familienunternehmen. „Und weil wir praktischerweise in der Mitte des Freistaats zu Hause sind, haben wir im Freistaat in alle Richtungen vertretbare Entfernungen“, sagt Thorben Hampe, der gemeinsam mit Bruder Jan, Verantwortung bei der Rainbow Energy GmbH trägt.
Energiekonzepte werden für Privatkunden ebenso maßgeschneidert wie für Gewerbetreibende. Dabei beschränkt sich das Unternehmen nicht darauf, Module aufs Dach zu bringen oder Freiflächen mit Solaranlagen zu bestücken. „Unser Anliegen ist ein Gesamtpaket, ein Sorglospaket für unsere Kunden“, betont Sohn Jan. Deshalb integrierte der Firmenchef als jüngstes Mitglied in der Unternehmensgruppe eine Elektroinstallationsfirma. Wer sich für eine Anlage von Rainbow Energy entscheidet, bekommt zuerst umfängliche Beratung. Was danach aufs Dach gesetzt wird, stammt von regionalen Herstellern. „Im Fall der Solarmodule erwerben wir diese in Sachsen, die dort in hoher Qualität produziert werden. „Das garantiert Langlebigkeit und Effizienz für maximale Ergebnisse und, im Falle einer Gewährleistung, deutsche Standards“, betont Thorben Hampe. Und er fügt hinzu, dass mit der Planung durch Rainbow Energy die Kunden ihre Stromkosten halbieren können. „Und das beginnt mit dem Tag, an dem unsere Techniker die Anlage in Betrieb nehmen.“
Im Bereich Photovoltaik blickt Unternehmer Hampe auf rund 6500 abgeschlossene Projekte. Ebenso viele Energiespeicher sorgen dafür, dass Sonnenstrom rund um die Uhr zur Verfügung steht. Die Arnstädter installieren sogenannte netzdienliche Speichersysteme. Das heißt, die Kunden speichern zu attraktiver Vergütung ins Stromnetz ein, ohne am Eigenverbrauch Abstriche zu machen. Und wer die Zukunft heute schon nutzen will, der setzt auf intelligente Steuerungssysteme, die den Stromverbrauch mit den kostengünstigsten Markpreisen verknüpfen – das Arnstädter Familienunternehmen ebnet den Weg dahin.
In der Region kümmert sich das Unternehmen auch um Nachwuchs im Elektrohandwerk. „Wir bieten Praktika in den Schulen an, aber auch Ferienjobs“, erläutert Jan Hampe. Derzeit werden zwei Lehrlinge ausgebildet, ein dritter kommt bald hinzu. Jüngst erst hat ein Lehrling seinen Gesellenbrief erhalten und in seinem Ausbildungsbetrieb einen sicheren Arbeitsplatz gefunden.
Foto: Jan Hampe, Harry Schellhorn und Thorben Hampe (v.l.) präsentieren Multifunktionsroboter Sari | © Simmen