Regionalmanagement Thüringer Bogen:

Die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach feiert in diesem Jahr 375-jähriges Orchesterjubiläum. Diese außergewöhnliche Spielzeit ist gespickt mit Höhepunkten. Natürlich wird im Jubiläumsjahr auf die lange Geschichte geblickt, in der das Orchester zahlreiche Wirrnisse überstehen musste. Der Fokus liegt jedoch auf der musikalischen Tradition, die ihren Verlauf im Barock nimmt und doch immer künstlerisch auf der Höhe der Zeit Akzente zu setzen vermag.

Erstmals spielte die von Herzog Ernst dem Frommen in Gotha gegründete Hofkapelle 1651 auf. Seitdem ist ein Orchester in der Stadt heimisch. Die Hofkapelle wurde schließlich zur Landeskapelle Gotha, bis in der DDR daraus das Staatliche Sinfonieorchester entstand. Eine weitere Namensänderung kam mit der Wiedervereinigung. Das Orchester hieß nun Landessinfonieorchester Thüringen. Dass der Klangkörper in den Folgejahren turbulente Zeiten durchlebte, zeigte 1998 die Fusion mit der Thüringen Philharmonie Suhl, deren bedeutendster Dirigent der Komponist Siegfried Geißler war. Wegen Ebbe in der Stadtkasse stieg Suhl schließlich aus dem Verbund aus. Die Verantwortlichen besannen sich in dieser Phase auf die Orchester-Tradition und Stadt Gotha sowie Landkreis Gotha erhöhten ihre finanziellen Zuwendungen. Die Thüringen Philharmonie betrat die Bühne. In der Spielzeit 2017/2018 fusionierte die Thüringen Philharmonie Gotha mit der Landeskapelle Eisenach zur Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach. Damit gingen zwei Klangkörper gemeinsam in die Zukunft, die auf eine lange Geschichte verweisen können. Im Falle des Eisenacher Orchesters prägte diese vor allem Georg Philipp Telemann und das Erbe von Johann Sebastian Bach, der in der Stadt geboren wurde. Beide Traditionslinien werden im Jubiläumsjahr in verschiedenen Veranstaltungen gewürdigt.

Ein Novum ist dabei die Zusammenarbeit des Orchesters mit der Thüringer Tourismus GmbH: Musik wird an Orten erklingen, die nicht nur musikalisch in der Tradition des Freistaats stehen, sondern auch touristisch von großer Anziehungskraft sind. „Es ist ein Novum in der deutschen Musiklandschaft, dass die Spielzeit 2026 als vollständige Jahresspielzeit nach dem Kalenderjahr gestaltet wird“, sagt Susanne Weisheit von der Thüringen Philharmonie. Das Jubiläumsprogramm stehe unter dem Motto „Wanderer zwischen den Welten – Thüringen entdecken mit der Thüringen Philharmonie“ und verbinde bewusst Tradition und Aufbruch. „Als Orchester ohne eigenes Haus ist die Philharmonie seit dem Verlust des Gothaer Hoftheaters 1945 zwischen Gotha und Eisenach sowie zahlreichen besonderen Orten des Landes unterwegs. Diese Mobilität wird im Jubiläumsjahr zum künstlerischen Programm: Musik begegnet Geschichte, Architektur und Landschaft in Residenzen, Kirchen, Schlössern, Kulturdenkmälern und Naturorten Thüringens. In Zusammenarbeit mit der Thüringer Tourismus GmbH entstand so ein musikalischer Reiseführer, der kulturelle und touristische Perspektiven miteinander verknüpft und Thüringen als vielschichtige Kulturlandschaft erlebbar macht.“

So wird das Orchester unter anderem in der Salzstadt Bad Salzungen, in der Mittelalterlichen Reichsstadt Mühlhausen, in der Landgrafenstadt Weißensee, im Thüringer Wald und in der Welterberegion Wartburg Hainich zu Konzerten einladen. Ein weiterer Höhepunkt ist die Zusammenarbeit des Klangkörpers mit der Pop-Gruppe „Die Prinzen“. Auf ihrer Tournee SYMPHONICA 2026 die Band auf insgesamt 14 Konzerten mit der Thüringen Philharmonie das Publikum begeistern. Zum großen Finale kommt es am 14. August beim Friedenstein Open Air im Schlosshof von Schloss Friedenstein.

Das umfängliche Programm im Jubiläumsjahr finden Sie auf der Website der Thüringen Philharmonie: https://www.thphil.de/

Foto: Wartburg Friedenstein Orchester | © Kai Kretzschmar