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Der Ilmkubator, Gründerservice der TU Ilmenau, hat am 14. Dezember zum Abschlusspitch der Ilmkubator Class 2021 eingeladen, wobei fünf Gründungsprojekte präsentiert wurden.

Wegen des weiterhin grassierenden Coronavirus fand der Abschlussevent der Ilmkubator Class 2021 online statt. Dennoch konnten sich Jan Radicke und Laura Martin, die die Veranstaltung moderierten, über zahlreiche Gäste freuen. Auch Prof. Jens Müller, Vizepräsident der TU Ilmenau und langjähriger Unterstützer der Gründerszene an der Ilmenauer Uni, zeigte sich erfreut über die Teilnehmer am Pitch, welche die Ilmkubator Class erfolgreich absolvierten. Die Jury hatte am Ende keine leichte Wahl. Sie bestand aus Rüdiger Horn, Geschäftsführer der Technologie- und Gründerzentrum Ilmenau GmbH, Dr. Josephine Zorn, Gründerwerkstatt neudeli an der Bauhaus-Universität Weimar, Dr. Jürgen Nützel, Gründer und Vorstand der 4friendsOnly AG Ilmenau, Prof. Tobias Reimann, Leiter des Fachgebiets Industrieelektronik an der TU Ilmenau und Geschäftsführer der ISLE GmbH, sowie Claudia Schubert-Otto, Geschäftsführerin des Coaching-Unternehmens Global-Power.

Sophia Isabella Guzman Artmann stellte ihr Gründungsprojekt Bauen nach dem Vorbild der Termiten vor. Dabei sollen klimaneutrale Gebäude entstehen und eine Zeit- sowie Kostenersparnis von jeweils rund 30 Prozent ermöglicht werden. Annika Engelhardt stellte ein kommunikatives Konzept zur Verhinderung von sexueller Belästigung und Diskriminierung vor. Maximilian Ostrowski präsentierte das Projekt INTSODE, was so viel heißt wie „Intellegent Software Developement“. Zusammen mit Göran Hegenberg und Léon Weigel entwickeln die drei Informatiker unter anderem KI-Projekte, mit denen der Programmieraufwand für Software deutlich gesenkt werden kann. Lucie Stegner hat bereits ein Mode-Label für nachhaltige Kleidung gegründet, welches sie im Pitch vorstellte. Philipp Tschakert und Patryck Tysler sind die Entwickler und angehenden Gründer von „HeyHerbert“, einem smarten Indoor-Gardening-System, das es ermöglicht, jederzeit frische Kräuter und Salate in der Küche zur Verfügung zu haben.

Die Jury hatte die Qual der Wahl

Unter diesen Projekten hatte die Jury die Wahl, und sie benötigte deutlich länger als erwartet, um die Preisverteilung durchzuführen. Am Ende entschieden sich die fünf Juroren für einen ersten Preis und für vier zweite Preise. Zur Trägerin des ersten Preises kürten sie Lucie Stegner mit ihrem Gründungsprojekt „Lucie The Brand“. Für die Gewinnerin gab es einen Gutschein für 6 Coachingstunden bei Global Power von Claudia Schubert-Otto, alle anderen Teams erhielten Gutscheine von 50 Euro für Fachliteratur oder notwendige Technik, gesponsert durch die Wirtschaftsförderung des Ilm-Kreises. Von der Stadt Ilmenau bereitgestellte Gutscheine über 20 Euro, einzulösen bei Ilmenauer Freizeiteinrichtungen, bekamen zudem alle Teilnehmer.

Lucie Stegner hatte bereits länger an ihrer Idee gearbeitet, ein eigenes Modelabel zu gründen. Während ihres Studiums an der TU Ilmenau ist sie auf den Gründerservice „Ilmkubator“ gestoßen, hat sich dort für die Teilnahme an der Ilmkubator Class beworben und wurde angenommen. Ihre Geschäftsidee: Mode nach individuellem Bedarf und nur nach Bestellung zu kreieren. Dabei verwendet sie Materialien, die nachhaltig hergestellt werden und nicht aus Kinderarbeit oder ähnlichen Produktionsverhältnissen stammen. So kommen meist Stoffe aus Restbeständen anderer Hersteller zur Verwendung. Durch ihre ausschließliche Arbeit nach Bestellung entfällt Lagerhaltung und es kommt zu keiner Überproduktion. In der Ilmkubator Class wurde ihr ein Arbeitsraum zur Verfügung gestellt, in dem sie sich entfalten konnte. Ein Gewerbe hat sie bereits angemeldet. Jetzt will sie dafür sorgen, dass ihre Marke einen entsprechenden Bekanntheitsgrad gewinnt.

Bild: Lucie Stegner mit der Präsentation ihres Modelabels „Lucie The Brand“ | © Screenshot: Wolfgang Rauprich

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